Eselsperlen

Handgearbeitete Eselsperlen nach ägyptischer Rezeptur

Die blaue Farbe spielt im Vorderen und Mittleren Orient eine sehr große Rolle, schon im Alten Ägypten um 2700 vor unserer Zeitrechnung findet man etwa 1 cm lange Perlen, aus einer zerbrechlichen, weißen Masse, die von einer auffallend blauen Farbe gekennzeichnet sind, man nennt sie auch »Ägyptische Fayence«.

Diese Perlen werden auch heute noch in Persien in kleinen Werkstätten hergestellt. Diese Perlen, die zur Schmuckherstellung angefertigt werden, bestehen aber keineswegs aus Keramik bzw. gebranntem Ton, wie man annehmen könnte, sondern aus einem Pulvergemisch, das hauptsächlich aus Quarzmehl besteht. Aus diesem Pulver werden die Perlen geformt und anschließend in einer Einbettmasse aus Soda, Quarz, Kalkspat und einem geringen Anteil an Kupfer gebrannt. Die leuchtend blaue Farbe entsteht durch den Gehalt an Kupfer, der in der Einbettmasse enthalten ist, die nötige Festigkeit erhalten die Perlen erst durch den blauen Glasurüberzug. Gebrannt wird in Tongefäßen, in die abwechselnd eine Schicht Pulver und dann eine Schicht Perlen gefüllt wird. Nach dem Brand werden die Gefäße umgestülpt und die Kugeln aus der Masse ausgebrochen.

Es wurde aber nicht nur Perlen aus diesem Material hergestellt, sondern auch Amulette. Solche Amulette finden auch heute (meistens aus Glas) noch in der Türkei Verwendung, mit denen Zug- und Tragetiere geschmückt werden. Daher rührt wohl der Name »Eselsperle«. Solchen Amuletten wird eine magische Wirkung zugeschrieben, vor allem als Schutz vor dem »bösen Blick«.